Chronik unserer Kolpingsfamilie

Wie alles begann ...

Im Pfarrarchiv von St. Martin in Forchheim befindet sich ein Schriftverkehr, in dem der Königliche Pfarrer Meßbach von St. Martin dem Königlichem Bezirksamt Forchheim zur Anzeige bringt, dass sich in Forchheim ein Verein Katholischer Gesellen, an deren Spitze der von ihm gewählte Präses Herr Kaplan Brehm steht, seit dem 23.1.1865 gebildet hat. Die Tendenz dieses Vereins ergibt sich aus den Statuen. Um die Genehmigung bittet der Königliche Pfarrer Meßbach. Der damalige Bezirksamtmann Geiger hat am 3.2.1865 vermerkt, daß die Anzeige zur Einsicht gedient hat und in das Verzeichnis der nicht politischen Vereine einzutragen ist. Ferner sollte der Stadtmagistrat Forchheim als Lokalpolizeibehörde hiervon Kenntnis nehmen. Der Stadtmagistrat schrieb am 6.2.1865 an das Katholische Stadtpfarramt zurück, daß nach genommener Einsicht die vorwürfige Anzeige nach Artikel 12 des Gesetzes vom 26.2.1850 die Versammlungen und Vereine betreffend zunächst zum unterfertigen Magistrat gehört hatte,im übrigen aber eine polizeiliche Genehmigung nicht erforderlich sei. Soweit das amtliche Genehmigungsverfahren.

Über die Gründung des Katholischen Gesellenvereins wurde schon des öfteren, vor allem in Festschriften, die anläßlich von Jubiläen herauskamen, berichtet, so zum Beispiel zum 85jährigen Jubiläum im Jahre 1950 und vor allem auch zum 100jährigen Jubiläum im Jahre 1965.

Handwerksmeister und Gesellen waren die Gründungsmitglieder

Im Jahre 1865 lud der damalige Stadtkaplan Johann Brehm Handwerker zu einer Versammlung in den Gasthof Bayerischer Hof, Forchheim, Bamberger Str.14, zur Gründung des Katholischen Gesellenvereins ein. Viele Meister und Gesellen kamen zur Gründungsversammlung, darunter angesehene Bürger der Stadt, wie Buchdruckermeister F.A: Streit, Schneidermeister N. Steinmetz, der Vater des früheren Oberbürgermeisters Andreas Steinmetz, Wagnermeister Friedrich Igel, Schlossermeister Endres, um nur einige zu nennen, deren Nachkommen bekanntlich auch heute noch in Forchheim leben.

Sie befolgten die von ihnen beschlossenen Statuen, die in Paragraph 1 als Zweck des Vereins vorsahen: Anregung und Förderung des sittlichen und religiösen Lebens, Fortbildung in den von Handwerksgesellen notwendigen und nützlichen Kenntnissen verbunden mit ehrbarer, geselliger Unterhaltung, um so die Heranbildung eines tüchtigen und ehrenwerten Meisterstandes zu fördern. Jedes Mitglied war Verpflichtet, die Statuen genau zu erfüllen. Die Leitung des Vereins oblag dem Präses, der vom Diözesanbischof zu bestätigen war.

Im Pfarrarchiv befinden sich mehrere ältere Bestätigungen. Unter ihrem zweiten Präses Johann Agatz, der von 1867 bis 1875 in Forchheim wirkte, entschlossen sich die Forchheimer Gesellen in ihrer Gesamtheit, zusammen mit den Männern des Turnvereins 1861, jetzt VfB, die Freiwillige Feuerwehr Forchheim zu gründen. Schon 1879 erfreute die Theatergruppe des Gesellenvereins durch gelungene Theateraufführungen ihre Besucher.

In der Generalversammlung des Vereins vom 19.10.1879 wurde der Schlossermeister Konrad Endres zum Kassier gewählt. Dieses Amt hatte er 40 Jahre lang treu und zuverlässig ausgeübt. Der Verein hatte einen Zuwachs von 43 Mitgliedern in einem Jahr. Von diesen Mitgliedern waren 111 katholisch und 12 protestantisch. Nach den Statuten konnten protestantische Gesellen als außerordentliche Mitglieder in den Verein aufgenommen werden, ein Zeichen früher ökumenischer Gesinnung.


Soziale Betreuung wandernder Gesellen

Gesellen, die nach längeren und regelmäßigen Besuchen des Vereins und untadeligem Lebenswandel die Meisterprüfung bestanden hatten und hier ansässig waren, hatten ein Recht auf Aufnahme in die Schutzherrschaft des Vereins. Schutz brauchten vor allem die wandernden Gesellen, wenn sie abends müde von der Wanderschaft um Aufnahme bei den örtlichen Gesellenvereinen baten, um ein Dach über dem Kopf zu haben und um ihren Hunger zu stillen. Vater Kolping hatte selbst das Elend des Handwerksproletariats erlebt und wußte, wie notwendig es war, diesen jungen wandernden Handwerkern wieder ein Gefühl des Selbstbewußtseins auf ihr Können zu geben und Gleichgesinnte zu finden, die sich gastfreundlich um sie kümmerten, um nicht den Glauben an Gott und die Menschen zu verlieren, denn sie waren damals oft der Verachtung und sogar der Verfolgung der Bevölkerung ausgesetzt, weil der Verdacht fast immer auf sie fiel, wenn irgendwo ein Diebstahl oder Mord usw. geschah.

Nach dem Jahresbericht für die Zeit vom Oktober 1879 bis Ende September 1880 wanderten 265 Gesellen durch Forchheim, 8 davon erhielten Arbeit. 10 Pfennig für den Tag und 20 Pfennig für die Nacht bekam jeder durchwandernde Geselle nach Vorlage seines Wanderbuches. Nachtquartier erhielten sie damals in der Gastwirtschaft "Zum roten Roß" beim Gastwirt Friedrich Dittrich.

Manche Mitglieder trugen auch zur Förderung des Vereins bei, so z.B. der Vergolder Georg Fuchs, der am 8.12.1879 verschiedene physikalische Experimente vorführte. Er hatte auch einem durchwandernden Gesellen aus Freiburg, der Vergolder war, Arbeit gegeben. Fuchs hatte häufig für die Stadtpfarrkirche St. Martin und die Marienkapelle Aufträge erhalten.

Herr Dechant Krapp, Pfarrer von St. Martin, als Protektor des Vereins erschien des öfteren bei den Veranstaltungen des Vereins, ebenso auch der Stadtkaplan Leisner. Amtsrichter Schäfer war häufig bei den kirchlichen Feierlichkeiten zu sehen. Stark beteiligten sich auch die Vereinsmitglieder an der aufgrund der Statuten vorgeschriebenen Generalkommunion. 2 Weihnachtsverlosungen, 1 Ball, 1 gesellige Versammlung am Fest des hl. Josef zusammen mit Herrn Bürgermeister Fuchs, 1 gemeinsamer Ausflug auf die Jägersburg, 2 Namenstagsfeiern von Herrn Präses und Dechanten Peter Krapp enthält noch der Jahresbericht.

Am 22.8.1880 wurde aus Anlaß des 16. Stiftungsfestes verbunden mit der Feier des 700jährigen Regentenjubiläums des Wittelsbachschen Hauses der Verein Kath. Casino und der Liederverein zur kirchlichen Feier und zum Kellerfest eingeladen. Dort hielt der Dechant eine begeisternde Rede. Man sang patriotische Lieder und hielt ebensolche Vorträge. Der Dank des Vereins wurde den Mitwirkenden an den Theatervorstellungen und dem Buchdruckereibesitzer F.A. Streit ausgesprochen. Herr Streit hatte dem Verein das von ihm herausgegebene Wochenblatt für die Vereinsbekanntmachungen kostenlos zur Verfügung gestellt, ebenso auch die Neuauflage der Vereinsstatuten zum Selbstkostenpreis. Schließlich wurde noch eine Vergnügungskasse ins Leben gerufen zur Finanzierung kleinerer Vergnügen. Der Kassier Endres stellte die Jahresrechnung auf: Einnahmen: 593 Mark 28 Pf. / Ausgaben: -533 Mark 59 Pf. / Kassenbestand 59 Mark 69Pf.

Der 1. Jahresbericht im 1. Protokollbuch ab 1879 wurde deshalb so ausführlich wiedergegeben, um zu zeigen, welch reges Leben schon damals im Kath. Gesellenverein herrschte.

Am 10.8.1881 beschloß die Versammlung der Schutzmitglieder junge Serlbacher Leute gemäß Paragraph 12 der Statuten nicht als ordentliche, sondern als außerordentliche Mitglieder aufzunehmen, da sie keine "zunftigen" waren. Der Mitgliederstand betrug 1881=133 Personen, 1882=146 Personen.

1882 wurden 494 durchreisende Gesellen unterstützt.

Zur Feier des Allerhöchsten Geburts- und Namensfestes Sr. Majestät unseres allergnädigsten Königs Ludwigs II. wurde am 20.8.1883 eine Generalversammlung anberaumt. Die Kapelle Schumann brachte schöne Musikstücke zur Aufführung. Der Präses sprach von der Bedeutung des Festes für das ganze Land und den Gesellenverein. Mit einem Hoch auf den allergnädigsten König schloß er seine Rede. Anschließend wurde die Nationalhymne gesungen.

Das Nachtquartier für die durchwandernden Gesellen wurde gewechselt. Anstelle des Wirtes "Zum roten Roß" nahm der Wirt Kaspar Thurn von der Gastwirtschaft "Zum Hirschen" die Gesellen auf.

Im JUni 1886 wurde der bisherige Präses J.B. Schramm vom Ordinariat Bamberg seiner Stelle enthoben und ab 10.6.1886 der Kaplan Georg Lochner zum Präses ernannt. Kaplan Schramm wurde Pfarrer in Seußling.

Neues Vereinslokal wurde ab 17.6.1886 das Gasthaus "Zum Schwan". Am 22.6.1886 nahm der Verein an den Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen König Ludwig II. in München teil und legte einen Lorbeerkranz am Katafalk nieder.

In der Meisterversammlung vom 12.7.1886 wurde beschlossen, Herrn Bürgermeister Strecker, Herrn Bezirksamtmann Malterer und Herrn Baron Freiherr von Horneck als Ehrenmitglieder in den Verein aufzunehmen.


Gründung des Gesellenhausbauvereins

In der Meisterversammlung vom 4.4.1887 gedachte der Präses des verstorbenen Protectors Herrn Stadtpfarrer Krapp. Er schlug die Konstituierung des bereits bestehenden Gesellenhausbauvereins als anerkannten Verein vor, um dadurch auch Nichtmitgliedern die Aufnahme zu ermöglichen. Aus der Mitte des Vereins wurde eine Zehnerkommission gebildet, der die Leitung des neuen Vereins übertragen wurde. Am 13.7.1889 wurden die Statuten über den Gesellenhausbauverein genehmigt.

Präses Georg Lochner wurde vom Erzb. Ordinariat zum Pfarrer von Neunkirchen ernannt und am 15.8.1889 verabschiedet. Sein Nachfolger, Präses Karl Lampert war nur 1 Jahr in Forchheim. Er wurde bereits am 27.8.1890 im Saal des Gasthauses "Zum Hirschen" wieder verabschiedet. Er wurde als 1. Kaplan nach Kronach berufen.

Der neue Präses Kaplan Schmitt kam am 29.8.1890 nach Forchheim.

Der Jahresbericht für das Jahr 1891 sah folgenden Mitgliederstand vor: Ehrenmitglieder 14, Schutzmitglieder 169, Gesellen 80, insgesamt: 263.

In der Generalversammlung vom 29.1.1893, in der als Senior Josef Hüller und als Kassier wieder H. Endres gewählt wurden, berichtete Stadtkämmerer Wilhelm Leo als Kassier des Hausbauvereins über den Stand des Vereins. Er betonte die Wichtigkeit einer Grossen Mitgliederzahl. Er erweckte die Hoffnung auf baldige Eröffnung des Gesellenhospiz. Pfarrer Pregler versicherte seine Sympathie für das Unternehmen sowie die Unterstützung des Kath. Casinos.

Am 10.9.1893 wurde Präses Schmitt im Vereinslokal Gasthof "Zum Hirschen" verabschiedet. Vizepräses Kaplan W. Drescher hielt die Ansprache. Pfarrer Pregler bedauerte seine Versetzungals Stadtkaplan nach Nürnberg.

Stand der Mitglieder 1893: Ehrenmitglieder 12, Schutzmitglieder 162, Gesellen 83, insgesamt 257.

239 Gesellen erhielten Nachtherberge.

Das Hausbauvermögen betrug 3.385 Mark.

Präses war Herr Kaplan Drescher, Vizepräses wurde Herr Kaplan Dr. Simon. Schon nach einem Jahr wurde auch Kaplan Drescher am 18.10.1894 verabschiedet und Stadtkaplan Dr. Simon wurde durch das Erzb. Ordinariat zum Präses ernannt. Vizepräses wurde Kaplan Streets.

1894 betrug der Mitgliederstand 363 Personen.

232 durchwandernde Gesellen erhielten 46 Mark 35 Pf. Unterstützung.

Stadtkämmerer Leo regte in der Meisterversammlung vom 8.3.1895 die Errichtung eines Bazars im Rathaussaal an, der gutgeheißen wurde. 1895 erfolgte auch die plötzliche Versetzung des Präses Dr. Simon. Neuer Präses wurde Herr Kaplan Joh. Streets.

1895 betrug der Mitgliederstand 363 Personen.

1895 wurde auch ein 5.304 Mark teurer Bauplatz vom Magistrat Forchheim dem Gesellenhausbauverein gratis überlassen.

209 durchreisende Gesellen erhielten Nachtquartier.

Am 18.1.1896 wurde in der Generalversammlung beschlossen, die Feiern einfacher zu gestalten, um die Vereinsschuld von 300 Mark an den Hausbauverein abtragen zu können.

1896 endete auch das 1. Protokollbuch.

Auch eigene Musikkapelle und Gesangsgruppe 1913 gründete der Gesellenverein eine eigene Musikkapelle, die unter der Stabführung von Josef Hüller nicht nur bei eigenen Festen aufspielte, sondern auch außerhalb des Vereins mannigfach beansprucht wurde.

Nach dem 1. Weltkrieg traten viele Mitglieder dem Sportverein DJK Pfalzgraf in Doppelmitgliedschaft bei.

Wie bereits eingangs erwähnt, sind die Protokolle von 1897 bis Mitte 1923 in Verlust geraten.

Der 1. Eintrag im vorhandenen 2. Protokollbuch datiert vom 20.7.1923. Damals war der Kaplan Lunz Präses. Endres war noch Kassier, Herr Heim und Herr Schuler Senioren. Der Mitgliederstand betrug 1923, 237 Schutzmitglieder und die Aktivitas 70 Mitglieder.

Am 28.5.1924 wurde Stadtkaplan Zeltinger vom Erzb. Ordinariat zum Präses ernannt und vom Herrn Stadtpfarrer Kümmelmann im kleinen Saal des Gesellenhauses in sein Amt eingeführt. Am 24.11.1924 wurde die Anschaffung eines neuen Flügels, und am 13.12.1924 die Anschaffung einer neuen Fahne in Seide mit Goldstickerei -Farben creme, rot- zum Preis von 400 Mark beschlossen.

Mitgliederstand am 26.1.1925: Schutzmitglieder 262, aktive Mitglieder 60 Handwerker, 12 Kaufleute, 5 Fabrikarbeiter.

Herr Stadtpfarrer Kümmelmann wurde aus Anlaß seines 25jährigen Priesterjubiläums zum Ehrenpräses in der Versammlung vom 12.7.1925 ernannt. Das Protokoll berichtet auch noch, dass Herr MAy, der sich als Dirigent für den Kolpinggesangsverein zur Verfügung stellte, und unser langjähriger Kirchenschweizer Herr Franz Wolfrum als Schutzmitglied in den Verein aufgenommen wurde.

In der außerordentlichen Generalversammlung vom 11.9.1926 wurde berichtet, dass seit Mai 330 Gesellen im Gesellenhaus übernachtet hätten. Beschlossen wurde danach, dass der Wirt für 30 Pfennig eine Suppe mit Brot und früh einen Kaffee mit Brot jedem Gesellen verabreichen soll. Neben dem Übernachtungsgeld erhielt der Geselle auch diesen Betrag.

Am 1.10.1926 wurde der Präses Zeltinger vom Erzb. Ordinariat als Benefiziat nach Marktzeuln versetzt. Schon am 6. November 1926 wurde der neue Präses Kaplan Ernst winnerling von dem Ehrenpräses und Schutzvorstand des Vereins Herrn Stadtpfarrer Kümmelmann in sein Amt eingeführt.

An den Feierlichkeiten für die Papstkrönung beteiligte sich der ganze Verein, am 13.2.1927, in der Stadtpfarrkirche St. Martin.

Ein Familienfest gab es am 26.8.1928 im Gesellenhausgarten mit Enthüllung einer Tischstandarte.

Ein Markstein in der Geschichte des Kath. Gesellenvereins, berichtete der Schriftführer, war die Jubiläumswallfahrt des Vereins mit 6 Mann Musik der Kapelle Lohnert nach St. Anna in Weilersbach am 15.9.1929. Präses Winnerling hielt die Predigt, der Kuratus von St. Anna die Messe.

Welche Aktivitäten der Verein in den 30iger Jahren entfaltete, geht aus dem Jahresbericht von Senior Sebastian Obenauf hervor.

1930 gab es 64 Veranstaltungen, 1.900 Mark wurden in diesem Jahr für das Gesellenhaus aufgebracht.

Der Kassenbericht wies 6.934 Mark Einnahmen und 6.938 Mark Ausgaben, sowie 897 Mark Vermögen aus. Der Verein hatte 354 Mitglieder.

Ein denkwürdiger Tag war der 19.12.1931 in der Pfarrei St. Martin in Forchheim. An diesem Tag gab es einen offiziellen Empfang für den neuen Stadtpfarrer Anton Sextl mit anschließender Installationsfeier um 9 Uhr in der Stadtpfarrkirche. An beiden Feiern nahm der Verein geschlossen teil. Herr Stadtpfarrer Kümmelmann wurde als Domkapitular nach Bamberg berufen.

In der Generalversammlung vom 17.1.1932 wurde von 62 Veranstaltungen im vergangenen Jahr, 1395 Mark Zuweisung an das Gesellenhaus und von über 500 zugereisten Wandergesellen berichtet. Die Stadt gab damals einen Zuschuß von 50 Mark für Wanderfürsorge. Herr Georg Pohl wurde zum Senior gewählt. Präses Winnerling wurde am 29.9.1932 verabschiedet. Er wurde Kuratus beim Allgemeinen Krankenhaus in Nürnberg. Der neue Präses, Herr Kaplan Ritter, wurde am 13.10.1932 in der Loge des Kolpinghauses eingeführt.

Am 29.1.1933 am Vorabend vor Beginn der Ära des 3. Reiches wurde noch eine Generalversammlung abgehalten. Der Jahresbericht verzeichnet 4 Ehrenpräses, 84 aktive Mitglieder, 243 Schutzmitglieder. 420 zugereiste Gesellen gab es im verflossenem Jahr, 600 Nachtquartiere mit Abendessen und Frühstück wurden vergeben. 9 Theateraufführungen, 2 Familienabende, 1 Konzertabend und 1 Weihnachtsfeier wurden abgehalten, wahrlich ein reichhaltiges Programm.

Bei der damals durchgeführten Neuwahl wurde der Kolpingsbruder Lorenz Prell zum Kassier und Herr Albert Dreier zum Schriftführer gewählt. Kuratus Winnerling wurde zum Ehrenpräses ernannt.


Das 3. Reich und seine schweren Folgen

Leider erklärten in der Folge viele Mitglieder den Austritt aus dem Verein. Am 8.8.1933 waren es 28. Immerhin konnte Senior Pohl an einer noch am 1. 12. 1933 abgehaltenen außerordentlichen Generalversammlung von einem Gesamtstand von 317 Mitgliedern berichten. Auch eine Neuwahl wurde durchgeführt. Kassenwart wurde Herr Lorenz Prell, Schriftwart Herr Albrecht Dreier, Senior Herr Georg Pohl, Spielwart Herr Josef Uebelmann, Sportwart Herr Hans Krampert, Vereinsdiener Herr Johann Dittrich und Herr Johann Gebhard. Senioren für Altkolping Herr Hans Bierfelder und für die Meistergruppe Herr Andreas Steinmetz.

Präses Ritter wurde am 12.8.1934 verabschiedet. Er wurde ab 1.8.1934 nach Nordhalben versetzt. In einer außerordentlichen Generalversammlung wurde der neue Präses Herr Kaplan Philipp Kröner durch Herrn Stadtpfarrer Sextl in sein neues Amt eingeführt. Die 3 Senioren Pohl, Bierfelder und Steinmetz hießen den neuen Präses willkommen. Am 19.1.1934 traten 13 Mitglieder aus.

Die letzte Hauptversammlung während der Nazizeit war am 12.5.1935. Immerhin zählte damals der Verein noch 275 Mitglieder 845 aktive, 148 Altkolping und 82 in der Meistergruppe); sogar 12 neue Mitglieder wurden noch aufgenommen. Spielleiter Uebelmann wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Das Vereinsleben wurde aber immer schwieriger, bis schließlich die Herrscher des 3. Reiches jede Aktivität der christlichen Vereine im Keime erstickten. Das Protokollbuch verzeichnet bis Ende des Krieges und noch ein Jahr danach keinen Eintrag mehr.


Ein neuer Anfang wurde gewagt

Am 23.7.1946 berief der Kassier Lorenz Prell die erste ordentliche Mitgliederversammlung in die Brauerei Neder ein, wo er 59 Mitglieder begrüßen konnte. Dort wurde auch der vom Ordinariat Bamberg neu ernannte Präses Herr Redemptoristenpater Alois Schwarzkopf von den Mitgliedern willkommen geheißen. Herr Prell berichtete auch noch, dass der örtliche Vereinniemals aufgelöst worden sei, vielmehr habe man sich immer geschlossen mit Fahne an den Prozessionen beteiligt. Auch die Kolpingsgedenktage habe man immer in der Katharinenspitalkirche gefeiert. 2 größere Beträge habe er auch an den Gesellenhausverein überwiesen zur Regulierung der Schäden, die durch die unsinnige Sprengung der Gründelbachbrücke entstanden seien. Zum provisorischen Senior wurde Herr Herbert Klaus gewählt. Schriftführer wurde Herr Paul Höhn, als Mitgliedsbeitrag wurden auf Antrag des Kolpingbruders Herrn Andreas Steinmetz 80 Pfennig monatlich beschlossen, 50 Pfennig für die Zentrale Köln für den Wiederaufbaufonds von zerstörten Gesellenhäusern und 30 Pfennig für den örtlichen Verein.

In der Mitgliederversammlung vom 8.10.1946 stellte der Präses Herr Pater Schwarzkopf den neuen Präses Herrn Kaplan Johann Schmidt vor. Kassier Prell dankte dem scheidenden Präses und begrüßte den neuen Präses, der sich freute, dem Kath. Gesellenverein vorstehen zu dürfen und forderte zu neuer Vereinsarbeit auf. In der Mitgliederversammlung vom 12.11.1946 wurde ein Entnazifizierungsausschuß gebildet, dem der Präses, der Altsenior und Mitglieder verschiedener Altersstufen angehörten. Dieser Ausschuß prüfte bei Neuaufnahmen die Bewerber. Parteigenossen, die wegen ihrer Parteizugehörigkeit zur NSDAP aus dem Verein ausgetreten waren, wurden nicht mehr aufgenommen. Man betrachtete sie als Fahnenflüchtige. Parteigenossen, die nur Mitläufer waren und vorher nicht Mitglied des Vereins waren, wurden nach halbjähriger Anwartschaft als Neumitglieder aufgenommen. Entscheidend war aber die charakterliche Haltung während der Nazizeit. Parteigenossen, die gleichzeitig Vereinsmitglieder blieben, zählten weiter als Vereinsmitglieder. Vereinsmitglieder, die von 1933-1939 freiwillig aus dem Verein ausgeschieden sind, wurden nicht mehr in den Verein aufgenommen, nur wenn sie sich charakterlich einwandfrei verhielten, erfolgte nach halbjähriger Probezeit die Wiederaufnahme.

In der Mitgliederversammlung vom 2.12.1946 schilderte der Präses - erstmals wieder in den Gasträumen des Kolpinghauses - den letzten Gesellentag im Jahr 1933 in München, der von den Nazis gesprengt wurde. Senior Georg Pohl rettete seinerzeit das Banner unseres Vereins, indem er es um den Leib wickelte. Zur Erinnerung an diesen Heldenmut überreichte der Präses ein Bild des Seniors mit Widmung, damit es einen Ehrenplatz im Gastzimmer bekommen sollte.

1947 In der Generalversammlung vom 3.2.1947 war Neuwahl. Senior, Kassier und Schriftführer blieben gleich, Altsenior wurde Herr Konrad Betz, neugewählt wurden Herr Johann Gebhard als Vereinswart, Herr Robert Messingschlager als Singwart und Herr Peter Schwalb als Musikwart.

 Künftig wurden die Versammlungen in der Loge des Kolpingshauses abgehalten. Der Präses dankte der Verwaltung des Hausbauvereins für die Instandsetzung des Hauses.

Ein großer Familienabend stand am 2.6.1947 im Gesellenhaussaal anlässlich des Namenstages durch die Theaterabteilung des Vereins unter Leitung des Herrn Übelmann statt. Es spielte die Kapelle des Vereins unter der Leitung von Herrn Peter Schwalb.

1948 Nach 13 Jahren Ruhe trat der Verein erstmals wieder an die Öffentlichkeit. Der Saal war ausverkauft. In der Mitgliederversammlung vom 5.4.1948 in den Räumen der Gaststätte des Gesellenhauses gedachte der Präses des verstorbenen Stadtpfarrers und Prälaten Anton Sextl; bald darauf, am 3.5.1948, gab es im Gesellenhaus ein ehrendes Gedenken für den plötzlich verstorbenen Kassier des Vereins Lorenz Prell, der sich besonders um den Verein verdient gemacht hatte.

Nach Freiwerden des Gesellenhauses 1946/47 blühte das Laienspiel unter den Spielleitern Josef Uebelmann, Georg Birkner und Michael Beck wieder auf. Mehr als 6 Theaterstücke pro Jahr (Schauspiele, Operetten und Lustspiele) gingen über die Bühne. Jedoch das rasche Vordringen vom Film und Fernsehen brachte zeitbedingt ab 1955 das Laienspiel zum Stillstand.

Der neue Stadtpfarrer Herr Hans Fiedler wurde in der Versammlung vom 7.7.1948 in der Loge des Kolpinghauses vom Präses willkommen geheißen. Beglückwünschen konnte der Präses auch den vor einigen Tagen zum Oberbürgermeister der Stadt Forchheim gewählten Kolpingsbruder Herrn Andreas Steinmetz.

1949 Neugewählt wurden in der Generalversammlung vom 7.3.1949 folgende Mitglieder: Herr Georg Igel zum Senior und Herr Franz Wolfrum zum Altsenior.

Die Mitglieder Herr Elmar Karg, Herr Philipp Müller, Herr Konrad Karnbaum und Herr Hans Grohberger wurden zu Ordnern gewählt.

Für den ausgeschiedenen Schriftführer Herrn Paul Höhn wurde der Kolpingsbruder Herr Anton Deckert zum Schriftführer gewählt.

1951 In der Generalversammlung vom 18.2.1951 wurde unser jetziger Vorsitzender Paul Weber zum Senior gewählt. Wiedergewählt wurden zum Altsenior Herr Franz Wolfrum. Zum Kassier Herr Georg Zitzler und zum Schriftführer Herr Anton Deckert. Vizepräses blieb Herr Sebastian Obenauf.

Seit Anfang Dezember 1950 liefen auch Unterrichtskurse in Buchführung, Kfm. Rechnen, Scheck- und Wechsellehre, gegen eine geringe Gebühr durch unseren Kolpingsbruder Herrn Andreas Lerner. In der Monatsversammlung vom 3.10.1951 dankte Senior Paul Weber dem scheidenden Präses Herrn Kaplan Schmidt für seine seit dem Jahr 1946 geleistete Arbeit. Er wurde zum Ehrenpräses ernannt. Herr Stadtpfarrer Fiedler führte dann Herrn Pater Martin Kuhn als neuen Präses in sein Amt ein.

1955 Der Kolpingsgedenktag am 4.12.1955 stand unter dem Leitwort "Verantwortung an der Wiedervereinigung“.

1956 Die Versetzung des Herrn Pater Kuhn wurde vom Vizepräses in der Generalversammlung vom 11.3.1956 bekannt gegeben. Der Ehrenpräses Herr Kaplan Johann Schmidt führte die Geschäfte weiter bis zum Eintreffen des neuen Präses. Gewählt wurden in dieser Versammlung zum Senior Herr Michael Linhardt, zum Altsenior Herr Paul Weber.

Große Aufgaben wurden angepackt

In der Mitgliederversammlung vom 30.4.1956 wurde der neue Präses Herr Pater Karl Greiner von dem Ehrenpräses Herrn Kaplan Johann Schmidt eingeführt. Der neue Präses versicherte, all seine Kräfte für den Verein einzusetzen. Die Leitsätze seines Programms lauteten: "Gott, Arbeit, Geselligkeit, Familie und Jugendarbeit". Sein Name ist untrennbar verbunden mit dem Bau des Jugendheimes im Jahre 1961 neben dem Kolpinghaus.

 1960  Beim Eucharistischen Weltkongress in München, im Jahre 1960, waren zum Aufbau des Altares auf der Theresienwiese 17 Mitglieder in einem           14tägigen Arbeitseinsatz. Die Kolpingsfamilie selbst nahm mit einem Sonderomnibus am 6.17.8.1960 an den Feierlichkeiten teil.

 1962  Am 15.8.1962 erfolgte die Verabschiedung von unserem Präses Herrn Pater Karl Greiner; er wurde vom Orden nach Gars versetzt. Von der Kolpingsfamilie Forchheim wurde er zum Ehrenpräses ernannt.  Am 3.9.1962 wurde Herr Pater Max Schmid durch Herrn Dekan Johannes Fiedler als neuer Präses eingeführt. Die Jahresberichte von 1962 und 1963 verzeichneten jeweils den gleichen Mitgliederstand von 286 Mitgliedern. Gegen Ende der 60iger, Anfang der 70iger Jahre wuchs die Mitgliederzahl kontinuierlich.

 1965    100 Jahrfeier

  1967 Es hieß es Abschied nehmen von Präses Pater Max Schmid. Der neue Präses Herr Pater Hermann Riesinger von dem Redemptoristenorden wurde   in sein Amt eingeführt.

 1968 1968/69 waren es bereits 317 Mitglieder.

 1969 Der Jahresbericht vom März 1969 bis März 1970 spricht von insgesamt 45 Veranstaltungen im Jahr, ein Zeichen dafür, dass das Vereinsleben immer aktiver gestaltet wurde.

 1974 Am 4. Bayer. Kolpingstag am 26.5.1974 in Berchtesgaden nahmen wir mit über 50 Personen teil. Für die durchgeführte Bausteinaktion zur Errichtung eines Kinderspielplatzes in Berchtesgaden haben unsere Mitglieder DM 1.250,- gespendet.

 Am 23.5.1974 verstarb im Kloster Banz Herr Pater Martin Kuhn, er war von 1954 - 1956 Präses in Forchheim und hat sich vor allem in der  Jugendarbeit stark engagiert.

Auf seine Anregung hin wurde auch der Martinsritt in Forchheim eingeführt, der auch heute noch alljährlich am Martinstag stattfindet.

Am 9.11.1974 verstarb Oberpfarrer Ernst Winnerling in Nürnberg, er war in der Zeit von 1926 -1932 Präses in Forchheim. Er hatte sich sehr stark für die Belange des Gesellenhauses eingesetzt.

 1975  Ganz unerwartet verstarb am 10.3.1975 unser verdientes Ehrenmitglied Herr Josef Uebelmann.  Er war jahrzehntelang Spielleiter unserer Theatergruppe und über 4 Jahrzehnte als Vorsitzender der Kolpinghausverwaltung unermüdlich tätig.

Im gleichen Jahr, am 7.11.1975 verstarb nach langem schweren Leiden unser Präses Pater Hermann Riesinger, der über 8 Jahre ein verdienter und              anhänglicher Präses unserer Kolpingsfamilie war.

Im Jahre 1975 betrug der Mitgliederstand 307 Personen.

Lt. Jahresbericht des Vorsitzenden fanden in diesem Vereinsjahr über 50 Veranstaltungen statt. Anlässlich des Heiligen Jahres beteiligten wir uns mit einem eigenen Omnibus an der Romwallfahrt des Internationalen Kolpingwerkes vom 3. -14.5.1975.

 1976 Im März 1976 wurden nach über 111 Jahren des Bestehens der Kolpingsfamilie erstmals weibliche Mitglieder in den Verein aufgenommen. Im Jahre 1976 traten 25 Mitglieder in unsere Kolpingsfamilie ein, davon allein 12 weibliche. Mitgliederstand betrug 322 Personen.

 1978 Im September 1978 wurde unser Ehrenpräses Pater Karl Greiner nach Schönenberg/Ellwangen versetzt. Die Stelle des Präses war nun über 11 Jahre unbesetzt.

Der Mitgliederstand betrug 1979; 336 Personen.

 1979 Die Renovierung des Kolpingjugendheimes konnte im Frühjahr 1979 abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten hierfür betrugen über 80.000,- DM. In  den 70/80er Jahren fanden jährlich 1 bis 2 Altkleider- und Altpapiersammlungen statt. Der Erlös wurde zum großen Teil für Aufgaben des Diözesanverbandes sowie örtlich für unsere Jugendarbeit bzw. laufenden Unterhalt unseres  Jugendheimes verwendet.

 1981 Im Jahre 1981 betrug der Mitgliederstand 339 Personen. Am 14.1.1981 starb unser langjähriger Kassier, Ehrenmitglied Heinrich Bierfelder nach 57jähriger Mitgliedschaft. Bei der Feier zum Kolpinggedenktag sprach unser Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Kolpingbildungswerkes Paul Röhner, Bamberg, zum Thema: "Auf die Familie kommt es an". Für das Sitzungszimmer des Kolpinghauses haben wir ein Ölportrait unseres Gesellenvaters Adolph Kolping anfertigen lassen.

 1982 Am 18.1.1982 verstarb der langjährige Leiter unseres Chores, Ehrenmitglied Benno Hüller nach über 66 Mitgliedsjahren. Am 19.9.1982 hielt unser  Diözesanverband erstmals eine Wallfahrt nach Marienweiher. Wir beteiligten uns mit über 40 Personen.

Am 24. Oktober 1982 waren wir für die Durchführung des Familiennachmittages des Bezirks Regnitz verantwortlich. Nach einer Andacht in St. Anna und einer Waldwanderung durch unseren schönen Kellerwald trafen sich die Teilnehmer zu einem gemütlichen Beisammensein auf dem Schützenkeller.

1986

 1986 Im Jahre 1986 konnten 18 Mitglieder neu aufgenommen werden. Der Mitgliederstand betrug 362 Personen. Es fanden über 45 Veranstaltungen statt.

Am 5.5.1986 haben wir auf Einladung unserer Landtagsabgeordneten Frau Irmgard von Traitteur eine Fahrt zum Bayer. Landtag mit Führung und anschließender Aussprache durchgeführt.

Bei der Beisetzung unseres langjährigen Diözesanpräses Prälat Konrad Nicol am 1.10.1986 in Höchstadt nahmen wir mit einer größeren Delegation teil.

1988

 Am 29.2.1988 feierten wir das 60jährige Priesterjubiläum unseres Ehrenmitgliedes Prälat Johann Fiedler und das 50jährige Priesterjubiläum unseres  Ehrenpräses Geistl.. Rat Johannes Schmidt in unserem Kolpingjugendheim. Nach einem Gottesdienst in Konzelebration überbrachte Vorsitzender Paul Weber die Glückwünsche der Kolpingsfamilie und lud die anwesenden Teilnehmer zu einem kalten Buffet ein, das von der Frauengruppe zubereitet wurde. Für die Anschaffung 2 neuer Banner haben unsere Mitglieder den Betrag von DM 1.000,- gespendet.

Am 5. Bayer. Kolpingtag vom 22. - 24.7.1988 in Passau haben wir am Haupttag mit über 25 Personen teilgenommen. Hauptredner war der Bayer. Ministerpräsident Franz Josef Strauß. Im Jahre 1988 haben über 60 Veranstaltungen stattgefunden. Der Mitgliederstand betrug 367 Mitglieder.

Das 40jährige Priesterjubiläum unseres Ehrenpräses Pater Karl Greiner, Würzburg, feierten wir am 30.4.1988 in Konzelebration mit Prälat Johann Fiedler und unserem früheren Jugendführer, jetzt Pfarrer in Wilhelmsdorf, Friedrich Braun in unserem Jugendheim. Die Glückwunschzeremonie sowie das anschließende kalte Buffet, von der Frauengruppe wieder hervorragend erstellt, rundeten die Feier ab.

Für die Anschaffung 2 neuer Banner haben unsere Mitglieder den Betrag von DM 1.000,- gespendet.

Beim Ehrungsabend anläßlich des Kolpinggedenktages sprach Landtagsabgeordnete Frau Irmgard von Traitteur zum Thema "Christliche Verantwortung in Politik und Gesellschaft"

1989

Im Jahre 1989 konnten wieder 14 Personen in unsere Gemeinschaft aufgenommen werden. Der Mitgliederstand betrug 381 Personen.

Laut Bericht des Vorsitzenden wurden im Jahre 1989 über 45 Veranstaltungen durchgeführt, u. a. auch eine 4- Tagesfahrt nach Berlin sowie eine Omnibusfahrt zur Besichtigung des Truppen- Übungsplatzes in Grafenwöhr.

Beim Ehrungsabend anlässlich des Kolpinggedenktages sprach Landtagsabgeordnete Frau Irmgard von Traitteur zum Thema "Christliche Verantwortung in Politik und Gesellschaft“.  Bei der Jahreshauptversammlung 1989 wurde einstimmig beschlossen am Kolpingsplatz ein Kolpingdenkmal zu errichten. Die Mitglieder wurden aufgefordert hierfür zu spenden.

Hoch erfreut war die Kolpingsfamilie Forchheim, als nach 11 Jahren der freien Präsesstelle durch Dekan Otto Donner, Pfarrer von St. Martin, der Kolpingsfamilie wieder ein Präses für ihre Vereinsarbeit freigestellt werden konnte.

In der Vorstandssitzung im Oktober 1989 konnte Vorsitzender Paul Weber den neuen Präses Kaplan Martin Emge als neuen priesterlichen Freund und Vater in unserer Gemeinschaft herzlich begrüßen. Er wünschte dem neuen Präses gutes Einarbeiten in sein neues Amt. Herr Kaplan Emge bedankte sich für die freundliche Begrüßung und gab einen kurzen Überblick über sein bisheriges Wirken.  

1990

1990 Bei der Jahreshauptversammlung am 24.3.1990 wurden für die Verantwortung in der Leitung der Kolpingsfamilie gewählt:

Der Mitgliederstand am 30.4.1990 betrug 385 Personen.

Am 30. März 1990 erhielten wir die traurige Nachricht, dass unser Ehrenpräses Pater Karl Greiner im Krankenhaus in Würzburg ganz plötzlich im Alter von 75 Jahren verstorben ist. Die Kolpingsfamilie Forchheim verlor in Pater Greiner einen anhänglichen und liebenswerten Priester, der sich immer im Kreise seiner Kolpingsbrüder wohl gefühlt hatte, zuletzt noch beim  Faschingsnachmittag am 18.2.1990. Mit einer großen Delegation, Fahnen- und Bannerabordnung haben sich die Kolpinger am 3.4.1990 in Würzburg von ihrem Ehrenpräses verabschiedet.

Anlässlich des Jubeljahres haben wir auch einen Besinnungstag vom 6.4. - 8.4.1990 in Vierzehn- heiligen gehalten. Referent dieser Tage war der Diözesanfamilienseelsorger  Dr. Hanjo Sauer, Bamberg, der diese Tage zu einer inneren Bereicherung der Teilnehmer bestens vorbereitet hatte. Es nahmen 39 Erwachsene und 11 Kinder daran teil.

Als Abrundung des Kolpingplatzes mit Kolpinghaus und Kolpingjugendheim stellen wir anlässlich des Jubeljahres ein Kolpingdenkmal an diesem Platze auf. Die Stadt Forchheim hat hierzu die Zustimmung erteilt. Der Sockel besteht aus einem Lichtensteiner Quarzsandstein aus dem main-fränkischen Gebiet. Die Büste und die Tafel bestehen aus Bronze und sind das glänzend gelungene Meisterwerk des Reuther Gießereimeisters und Hobbykünstlers Georg Leisgang.

Die Steinmetzarbeiten wurden von Herrn Rudolf Hager, Reuth, ausgeführt. Die Kosten für dieses Denkmal wurden durch großzügige Spenden der Mitglieder unser Kolpingsfamilie aufgebracht.

In diesen Jubiläumsjahr hat die Frauengruppe erstmals einen Grillnachmittag im Altenheim St. Elisabeth durchgeführt. Diese Veranstaltung ist inzwischen zu einer Tradition geworden. Dabei bewirten die Frauen die Heimbewohner und ihre Pflegekräfte mit Bratwürsten vom Grill und Fassbier sowie diversen alkoholfreien Getränken. Zur Unterhaltung bringt die Kolpingsfamilie einen Musiker aus ihren Reihen mit. Spiele, gemeinsam gesungene Lieder und Unterhaltung, Präses und verschiedene Vorstandsmitglieder lassen es sich nicht nehmen hier dabei zu sein, runden die immer sehr beliebten Nachmittage ab. 

Die Kolpingsfamilie Forchheim ist einer der rührigsten katholischen Verbände in unserer Stadt. Dieses vitale Vereinsleben erfordert selbstverständlich eine umfangreiche Arbeit. Hier gebührt unserem unermüdlichen 1. Vorsitzenden Paul Weber, der über fünf Jahrzehntelang die Hauptlast für ein funktionierendes Vereinsleben trägt, Dank und Anerkennung. Bei den Mitgliedern ist er vor allem wegen seines trockenen Humors sehr beliebt. Aber auch die gesamte Vorstandschaft, die ihrem 1. Vorsitzenden kräftig unter die Arme greift, verdient Lob, dass der Verein nach 125 Jahren noch in einer solchen Blüte steht. Die Kolpingsfamilie Forchheim ist eine echte Bereicherung für das kirchliche und kulturelle Leben unserer Stadt.

Die Kolpingsfamilie Forchheim hatte daher allen Grund, ihr 125jähriges Bestehen festlich zu begehen.

Möge die Kolpingsfamilie Forchheim auch weiterhin so aktiv sein wie in der Vergangenheit im Sinne ihres Gründers Adolph Kolping zum Wohle unserer Gemeinschaft.

1991

Im Jahr nach der Jubiläumsfeier haben wir uns auch an den Solidaraktionen beteiligt. So wurden für die Seligsprechung Adolph Kolping DM 760,-- und für die Russlandhilfe DM 1090,-- gespendet. Die Frauengruppe hat die Portokosten für Kleidersammlungen an Schwester Dominicas Götz und für die Aktion Kroatischer Kinder mit über DM 1.000,-- finanziert. Für die vom Diözesanverband durchgeführte Spendenaktion für ein Entwicklungshilfeprojekt in Andra Pradesh/Südindien haben unsere Mitglieder DM 1.120,-- gespendet.

An der Feier zur Seligsprechung unseres Gesellenvaters Adolph Kolping am 27.10.1991 auf dem Petersplatz in Rom waren 50 Teilnehmer mit einem eigenen Omnibus vertreten. An dieser Fahrt hat sich auch unser neuer Präses Roland Huth beteiligt.

Durch die Vorbereitung unseres Präses Martin Emge und der Teilnahme an mehreren Schulungen für Jungkolping konnte am 5.10.1991 eine aktive Jugend-/Kindergruppe gegründet werden. Hier gilt vor allem der Dank den Jugendleiterinnen Gisela Leopold, Christiane Lutz, Birgit Fiedler und Marion Pfeffermann

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1992

Am 18.3.1992 hat sich eine Gruppe Junger Erwachsene gebildet. Die Leitung hat Maria Weber übernommen. Der Vorsitzende Paul Weber wünschte der neuen Gruppe ein aktives Gruppenleben und für die Zukunft recht viel Erfolg.

1993

Im Jahr 1993 nahmen wir an der Feier zum 35 jährigen Jubiläum der Kolpingsfamilie Pößneck teil. An der Gründungsveranstaltung der Kolpingsfamilie Höchstadt beteiligten wir uns mit Bannern. Weitere Jubiläen waren die100 Jahrfeier des St. Georgsverein, Burk und die 125 Jahrfeier der Stadtfeuerwehr Forchheim. Am 30.9.1993 mussten wir unseren Präses Roland Huth verabschieden. Er erklärte sich trotz seiner Versetzung nach Erlangen-Büchenbach bereit, das Präsesamt bei uns auszuführen. Die Solidaraktionen (Portokosten für Kleidersammlungen DM 1000,--, Spendenaktion für ein Entwicklungshilfeprojekt in Peru DM 1.485,-- und Rumänienhilfe DM 350,--) wurden weiterhin von unseren Mitgliedern gefördert.

1994

1994 wurden aus unserer Kolpingsfamilie 12 Mitglieder als Pfarrgemeinderäte gewählt. 1995 wurden 6 Mitglieder als Kirchenräte gewählt. An der 75 Jahrfeier der Kolpingsfamilie Nürnberg St. Ludwig haben wir uns beteiligt. Vom 23. – 25.9.1995 besuchte uns die Kolpingsfamilie Pößneck. Die Mitglieder wurden von uns betreut und verpflegt. Auch wurden die Solidaraktionen (insgesamt ca. DM 3.000,--) wurden von unseren Mitgliedern unterstützt.

1995

Präses Roland Huth wurde ab September 1995 zum Diözesanjugendseelsorger berufen und bezog sein Domizil in Kirchschletten. Bei den Kommunalwahlen wurde Oberbürgermeister Franz Stumpf sowie 8 Mitglieder aus unserer Kolpingsfamilie in den Forchheimer Stadtrat gewählt. Ein Kreistagmandat erhielten 3 unserer Mitglieder.

Am ersten Kooperationsseminar in den neuen Bundesländern in Erfurt haben wir uns ebenfalls beteiligt. Die Solidaraktionen wurden weiterhin unterstützt.

1996

1996 beteiligten wir uns am 22.6. an der 40 Jahrfeier der Kolpingsfamilie Bubenreuth. Die Solidaraktionen haben unsere Mitglieder mit DM 825,-- für das Entwicklungshilfeprojekt in Peru, für die Rumänienhilfe DM 665,-- gespendet. Für den Gillnachmittag im Altenheim St. Elisabeth hat die Frauengruppe DM 165,-- gesammelt.

1997

Unser Mitglied Gerda Löblein renovierte unsere Vereinsfahne. An der Solidaraktion 1997 vom Diözesanverband in Peru haben unsere Mitglieder DM 1.610,-- gespendet. An Neuanschaffungen und Investitionen wurden ca. DM 11.000,-- ausgegeben. Hierzu hat unser Dekan Otto Donner uns eine Spende von DM 3.000,-- gegeben.

1998

Bei den am 8.3.1998 stattgefundenen Pfarrgemeinderatswahlen hat sich wieder eine große Anzahl von Kolpingsmitgliedern zur Verfügung gestellt. Davon wurden 8 Mitglieder in die Pfarrgemeinderäte gewählt. An den Jubiläen, 50 Jahre Kolpingsfamilie Staffelstein, 125 Jahre Kolpingsfamilie Bayreuth und 40 Jahre Kolpingsfamilie Pößneck haben wir uns 1998 beteiligt. Die Solidaraktionen wurden mit DM 580,-- für Peru, DM 300,-- für Rumänien sowie ca. DM 400,-- für die Bewirtung im Altenheim St. Elisabeth, bedient.

1999

Im Jahr 1999 nahmen wir an der 50 Jahrfeier der Kolpingsfamilie Erlangen-Büchenbach und der 50 Jahrfeier der Kolpingsfamilie Neunkirchen teil. Unterstützt wurden auch wieder die Solidaraktionen mit DM 1.750,-- für das Entwicklungsprojekt in Peru, DM 400,-- von der Jugendgruppe (erzielt bei einem Bazar im Jugendheim)für Gerla/Rumänien und ca. DM 400,- für den Grillnachmittag im Elisabethenheim.

2000

Die größte Aufgabe im Jahr 2000 war der Anbau an unserem Jugendheim. Die Kosten betrugen DM 43.000,--. Von unseren Mitgliedern erhielten wir hierfür über DM 18.000 an Spenden. Geschaffen wurde ein Werk-/Gruppenraum sowie ein Abstellraum. Darüber hinaus haben unsere Mitglieder für die Spendenaktion des DV Bamberg für Nicaragua DM 1.060,- gespendet. Ein von der Frauengruppe durchgeführter Bazar erbrachte einen Betrag von DM 327,--.

Erstmals haben unsere Mitglieder ihre selbstgebastelten Krippen in einer Krippenschau zur Ausstellung gebracht. Diese Krippenschau fand einen sehr großen Besucherandrang und wurde auch künftig ins Programm aufgenommen.

Mit Beginn des Herbstprogramms startete auch unsere Internet-Homepage. Unser erster Webmaster war Susanne Pfeffermann.

Am Kolpingtag in Köln vom 29.9 – 1.10.2000 haben wir mit 30 Personen und 8 Jugendlichen teilgenommen. Ferner fand eine Omnibusfahrt nach Pößneck zur Thüringer Landesgartenschau statt. Eine Gruppe unserer Mitglieder machte erstmals eine Reise nach Südtirol in den Tiroler Hof nach St. Leonhard.

2001

An der Spendenaktion des DV Bamberg für Nicaragua haben unsere Mitglieder im Jahr 2001 DM 1.165,- gespendet. Der Anbau des Jugendheimes und die Pflasterung des Vorplatzes konnte abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten betrugen DM 46.917,--. Von unseren Mitgliedern erhielten wir für diese Maßnahme Spenden in Höhe von DM 21.290,-.

2002

Bei den am 3. März 2002 wurde unser Oberbürgermeister Franz Stumpf, sowie 12 Stadträte und 7 Kreisräte aus unserer Kolpingsfamilie gewählt.

Im Jahr 2002 spendeten unsere Mitglieder € 1165,52 für das Projekt des DV Bamberg in Nicaragua. An der Studienfahrt des DV Bamberg nach Luxemburg und nach Marienthal/Ostriz haben wir uns mit einer großen Abordnung beteiligt. Am 21.9.2002 waren wir bei der Einführung des neuen Erzbischofs Dr. Ludwig Schick in Bamberg dabei.

2003

Bei der Einführung als neuen Stadtpfarrer Msgr. Georg Holzschuh am 14.9.2003 nahmen wir mit Fahnen und Banner teil. Unsere Mitglieder haben sich auch in diesem Jahr wieder mit €1020,- an der Spendenaktion vom DV Bamberg für Nicaragua beteiligt. Unsere Weinfahrt führte uns nach Geiselwind in die Autobahnkapelle und nach Markt Taschendorf.

Am Kolpinggedenktag wurde unser langjähriger Präses Roland Huth, Stadtpfarrer in der Frauenkirche in Nürnberg verabschiedet und zum Ehrenpräses ernannt. Unser neuer Präses Msgr. Georg Holzschuh, Stadtpfarrer von St. Martin in Forchheim wurde an diesem Abend in unsere Gemeinschaft neu eingeführt.

2004

Auch im Jahr 2004 haben unsere Mitglieder € 796,-- für die Spendenaktion für das DV Projekt gespendet. Am politischen Seminar vom 26.3. – 28.3.2004 in Teisendorf haben wir teilgenommen. Ebenso haben wir uns an der Studienreise nach Polen, organisiert vom DV Bamberg beteiligt.

2005

Zum Jubiläumsjahr „1200 Jahre Forchheim“ mit Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick am 2.1.2005 beteiligten wir uns mit Fahnen- und Bannerabordnung. Das Jahr 2005 war 150 jähriges Jubiläum unseres DV Bamberg und der Kolpingsfamilie Bamberg. Am 2.2.2005 nahmen wir am Festgottesdienst mit unserm Generalpräses Axel Werner teil. An den Feierlichkeiten vom 3. – 5. Juni 2005 beteiligten wir uns am Festgottesdienst mit unserem Herrn Erzbischof Dr. Ludwig Schick im Hohen Dom zu Bamberg. Am Familien-nachmittag verzauberte unser Mitglied Walter Lindenberger die Kinder mit seinen Zaubertricks.

Nach über 50 Jahren in verantwortlicher Position stellte sich Paul Weber nicht mehr zur Wiederwahl. Neu gewählt wurde als Vorsitzender Herbert Pfeffermann

Am 1. Okt. 2005 wurde unsere Kolpingsfamilie 140 Jahre alt. Dieses Jubiläum begannen wir mit einem Festgottesdienst in St. Martin. Hauptzelebrant war Landespräses Rainer Boeck, München, Diözesanpräses Günter Kieswetter, Präses Georg Holzschuh und Kaplan Richard Reis. Die musikalische Gestaltung übernahm die Band „Angelia“ mit unserem Vorstandmitglied Norbert Heimann.

Beim Ehrungsabend stand die Ernennung unseres langjährigen Vorsitzenden Paul Weber zum Ehrenvorsitzenden im Mittelpunkt. Unser Kolpingsbruder MdL Eduard Nöth würdigte in seiner Laudatio das bürgerschaftliche Engagement, als Anwalt der Bürger, aber auch als einen Mann der sozialen und ökonomischen Kompetenz, die er vielen Vereinen und Verbänden zur Verfügung stellte. Er fuhr fort, dass all diese Prädikate Paul Weber großen Respekt, hohe Anerkennung und Bewunderung eingebracht haben. Unsere Gäste haben wir zu fränkischer Brotzeit eingeladen unsere Hausband „LUKOMS“ begleitete den Abend musikalisch.

2006

Im Jahr 2006 beteiligten wir uns an der 50. Jubiläum der Kolpingsfamilie Markt Bibart, an 100 Jahre Kolpingsfamilie Röthenbach und an der 50 Jahrfeier der Kolpingsfamilie Bubenreuth. Auch haben unsere Mitglieder € 855,-- für die Spendenaktion für das DV Projekt in Nicaragua gespendet.

2007

2007 haben wir am 17. Juni an der Sternwallfahrt unserer Region nach Bamberg zum Domjubiläum 1000 Jahre Erzbistum Bamberg teilgenommen. Vom 7. Okt. bis 13. Okt. 2007 haben wir unsere erste Reise nach Alsópáhók / Ungarn in die 4 Sterne-Anlage Family & Spa angetreten. Dabei besuchten wir Budapest, Stuhlweißenburg und Veszprem. Im Mittelpunkt stand eine Fahrt in die Berufsbildungseinrichtung in Pétfürdö, welche das Kolpingwerk Ungarn betreibt und u. a. von der Kolpingsfamilie Höchstadt unterstützt wird. Erste Kontakte wurden inzwischen auch mit der Adolf-Kolping-Berufsschule in Bamberg aufgenommen. Besonders sozial benachteiligte Jugendliche erhalten hier eine pädagogische Betreuung, bei der auch christliche Grundwerte vermittelt werden. Bevor die Forchheimer die Einrichtung besuchten und sich mit den Schülern und Lehrkräften austauschten gestalteten Lehrkräfte und Schüler einen beeindruckenden Gottesdienst in der Kapelle des Kolping-Schülerheims, den die beiden Kolping-Präsides, Balazs Fodor aus Petfürdö und Regionaldekan Georg Holzschuh aus Forchheim, zelebrierten. Anschließend überreichten wir eine Büste unseres Vereins-gründers Adolph Kolping an den Direktor der Schule Herrn Tomazs Fodor.

Unser Patenverein die Kolpingsfamilie Pößneck beging im Jahr 2008 sein 50. Gründungs- Jubiläum. Wir nahmen daran teil. Ebenso stand eine Badekur in Alsópáhók / Ungarn und Fahrt nach Südtirol auf dem Programm. Unsere Mitglieder € 645,-- für die Spendenaktion für das DV Projekt in Nicaragua gespendet.

2009

Das Koop-Seminar des Landesverbandes Bayern mit dem Thema „Europäische Union und die soziale Dimension“ in Meran/Südtirol haben wir vom 30.3. – 4.April 2009 besucht. Auch an der Studienfahrt des Diözesanverbandes an die Ostseeküste – Deutsche Hanse vom 26.9.-4.10.2009 haben wieder einige unserer Mitglieder teilgenommen.

2010

2010 stand wieder eine Badekur nach Alsópáhók in das Kolpinghotel Spa & Family Resort auf dem Programm. Ferner beteiligten sich einige unserer Mitglieder an der Studienreise des Diözesanverbandes „Straßburg, Elsass, Breisgau“.

2011

Am 6. Januar 2011 feierte die Kolpingsfamilie Nürnberg-Zentral ihr 150jähriges Bestehen. Einige unserer Mitglieder beteiligten sich am Festgottesdienst und Empfang. Am Diözesantag 13. November 2011 zum Abschluss des DV Projekts „Kolping – für eine menschenwürdige Zukunft“ nahmen wir am Festgottesdienst mit Generalpräses Ottmar Dillenburg, Erzbischof Dr. Ludwig Schick und Diözesanpräses Wilfried Wittmann teil. Die Studien- und Begegnungsfahrt des DV Bamberg führte uns „Auf den Spuren Adolph Kolpings“ nach Holland und ins Münsterland.

2012

Am 31. Mai 2012 verstarb unser Ehrenvorsitzender Paul Weber. Er war über 65 Jahre Mitglied und 50 Jahre lenkte er die Geschicke des Vereins (Senior – 1956, Altsenior / 1. Vorsitzender).

An der Familienwallfahrt des DV Bamberg am 17. Juni 2012 von Gaustadt über Michaelsberg zum Bamberger Dom und dem Gottesdienst mit Erzbischof Dr. Ludwig Schick haben sich einige Mitglieder beteiligt. Die Studien- und Begegnungsfahrt „Auf den Spuren Adolph Kolpings nach Berlin und in den Harz“ war vom 22.- 29. Sept. 2012.

Auch standen 2 Mehrtagesfahrten nach Ungarn und Südtirol auf dem Programm.

2013

Am Jubiläumsseminar am 13.-14. April 2013 „ 25 Jahre Koop Seminare mit der Hanns-Seidel-Stiftung“ zum Thema „Zukunft Europa“ haben mehrere Mitglieder unserer Kolpingsfamilie besucht. Ebenso haben wir uns an der Studien- und Begegnungsfahrt „Auf den Spuren Kaiser Heinrich und Adolph Kolping in der Steiermark und in Kärnten“ des DV Bamberg vom 22.-29. Juni 2013 beteiligt. Eine Fahrt nach Südtirol und eine Kur- und Erholungsreise nach Ungarn wurde durchgeführt. Dabei führte uns ein Ausflug nach Pecs (Fünfkirchen) und in die Benediktiner-Abtei nach Tihany.

2014

Am 24.-30. Juni 2014 nahmen an der Studien- und Begegnungsfahrt „Nach Hamburg und Kiel“ Mitglieder von unserer Kolpingsfamilie teil. Vom 05. Juli 2014 bis 12. Juli 2014 fand unser Südtirolfahrt nach St. Leonhard am Passeier und der Gabelung zum Jaufenpass und zum Timmelsjoch statt. An der am 3. Okt. 2014 durchgeführten Landeswallfahrt nach Altötting haben sich 20 Teilnehmer aus unserer Kolpingfamilie beteiligt.

2015

Die Kolpingsfamilie Forchheim ist einer der rührigsten katholischen Verbände in unserer Stadt. Dieses vitale Vereinsleben erfordert selbstverständlich eine umfangreiche Arbeit. Hier gebührt unserem 1. Vorsitzenden und seinen Mitstreitern in der Vorstandschaft für ein funktionierendes Vereinsleben Dank und Anerkennung. Aber auch der gesamten Mitgliederschaft verdient Lob, dass der Verein nach 150 Jahren noch in einer solchen Blüte steht.

Die Kolpingsfamilie Forchheim hat daher allen Grund, ihr 150jähriges Bestehen festlich zu begehen.